Persolution

Netzwerk für lösungsorientierte Personalarbeit

News

Neue Regelungen in der Sozialversicherung ab Januar 2006

Der Bundestag hat am 17.06.2005 mit dem Gesetz zur „Änderung des Vierten und Sechsten Buches des Sozialgesetzbuches“ beschlossen, dass ab dem 1.1.2006 neue Regelungen zur Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge gelten. Künftig müssen diese am Ende des Monats der Arbeitsleistung gezahlt werden. Ziel der Änderung ist, dass die Liquidität der Sozialversicherungsträger zugunsten eines stabilen Rentenbeitragssatzes verbessert wird.

Die Neuregelung sieht vor, dass die Beiträge künftig bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig werden.

Entscheidend für die Höhe der abzuführenden Sozialversicherungsbeiträge ist fortan nicht mehr die exakte Abrechnung der Entgelte, sondern die „voraussichtliche Beitragsschuld“; es wird eine Schätzung vorgenommen. Im Ergebnis hat der Arbeitgeber in Zukunft eine Art Abschlagszahlung zu leisten. Bei gleich bleibenden Gehältern ergeben sich eher selten Probleme, für variable Gehaltsbestandteile wie z.B. Stundenlöhne wird es ab Januar 2006 jedoch monatlich zu Korrekturen bzw. Restbeitragsabrechnungen kommen.
Künftig wird also um den 20. des laufenden Monats der voraussichtliche Sozialversicherungsbeitrag geschätzt und am fünftletzten Bankarbeitstag überwiesen, damit er rechtzeitig auf den Konten der Einzugsstellen eingegangen ist. Erst wenn im Folgemonat alle Entgeltabrechnungsdaten feststehen, kann die Endabrechnung vorgenommen werden.

Besonders kleine und auch mittlere Unternehmen werden im Monat der Umstellung überbelastet sein, da zwischen dem Fälligkeitstag des Dezemberbeitrags (15.01.06) und dem des Januarbeitrags (27.01.06) nur knapp zwei Wochen liegen. Eine Übergangsregelung ohne weiteren Antrag soll die Umstellung in der Weise erleichtern, dass der Januarbeitrag in gleichmäßigen Raten auf die folgenden sechs Monate, beginnend mit Februar 2006, zu verteilen ist. Die letzte Rate wäre somit am 27.07.2006 fällig.

Persolution